Manipulierter Goldpreis
Ted Butler, ein us-amerikaniser Rohstoffanalyst warf den großen Bullion Banken betrügerisches Verhalten vor. Dies habe den Einbruch der Preise für Gold und Silber hervorgerufen.
In einem Interview des Online Magazins, King World News – Business zu den Preisentwicklungen im Edelmetallsektor sagte Ted Butler:
Der Absturz der Preise für Gold- und Silber sei eindeutig auf Manipulationen zurückzuführen. Diese seien seit Monaten am US-Terminmarkt zu beobachten.
Von einer präzise geplanten Preisdrückung, die zu einhundert Prozent auf Papier-Transaktionen folge, sprach Butler dabei. Aus seiner Sicht sollen mehrmals an einem Handelstag etliche Kontrakte deutlich unter dem jeweils aktuellen Marktpreis aufgelegt werden. Immer dann, wenn gerade das Handelsvolumen niedrig sei. Damit würden kritische, technische Marken verletzt und so bringe man einen Schneeball ins Rollen. Bereits im Vorfeld fänden Absprachen statt, dass man erst weit unter dem aktuellen Marktpreis wieder als Käufer auftrete. Auf diese Weise erreiche man einen Kursrückgang und zwinge andere Marktteilnehmer ebenfalls zum Verkauf. Vor allem Investoren mit geringem Kapitaleinsatz, beziehungsweise hohem Kreditanteil bei ihren Wetten im Futures Markt hätten aussteigen müssen. Aufgrund der großen Hebelwirkung solcher Investments habe sich die Abwärtsfahrt logischerweise beschleunigt.
Hinterher, nachdem der Preis dann um 50 Dollar gefallen war, sei die Ware von den Manipulierern in Ruhe wieder eingesammelt worden. Nicht verwunderlich, dass die Bullion Banken wie JP Morgan, an jenem Tag zu den größten Nettokäufern gehörten. Ein “fast perfektes Verbrechen” nannte Butler diese Geschäftsgebaren. Wenn Regulierer diese Banken auf den 50 Dollarsturz ansprächen, dann erwidern diese, “Was schauen Sie uns an, wir waren den ganzen Tag als Käufer unterwegs.
Seit Jahren lägen der Regulierungsbehörde handfeste Beweise über die Manipulationen auf dem Gold- und Silbermarkt vor. Doch die CFTC (Commodity Futures Trading Commission) stelle sich blind und taub.
Wir wissen, dass die kommerziellen Händler Gauner sind, angeführt von JP Morgan. Ich kann es nicht anders ausdrücken, diese Leute betreiben ein kriminelles Geschäft. Und man fragt sich, ob die Aufsichtsbehörde so dumm sein kann oder gar gemeinsame Sache mit den Typen macht, weil die Mitarbeiter auf eine Tasche Geld aus sind oder sie sich nach ihrer Commodity -Commission-Karriere einen Job versprechen? Ichweiß es nicht,” sagte Butler.
Er scheue sich nicht, seine Meinung in dieser Sache in der Öffentlichkeit so deutlich zu äußern. Er habe in der Vergangenheit erlebt, dass man sofort über diejenigen herfällt, die etwas Schlechtes über eine große Finanz-Institution sagen. Die Tatsache, dass er solche Dinge offen sagen könne, ohne von den Beteiligten in irgendeiner Form abgestraft zu werden, werte er als deutliches Indiz dafür, dass an der Sache etwas dran sei.
Hier das vollständige Interview in Englisch auf kingworldnews.com
Solche Manipulationen verunsichern vor allem diejenigen Anleger, die in physischem Gold investieren und unerfahren sind. Der angenehme Effekt für die Manipulierer: Sie machen ein schnelles Geschäft. Diese Dinge sind ganz besonders dann lukrativ, wenn man aufgrund der Gesamtsituation davon ausgehen kann, dass der Goldpreis nach solchen Transaktionen sowieso sehr rasch wieder steigen wird.
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