Wer hat dem wird gegeben – ein Aufruf zu Selbstkontrolle
…wer hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluß haben; wer aber nicht hat, von dem wird auch noch das genommen werden, was er hat.
Dieser Bibelvers ist Verheißung und Warnung zugleich. Er fordert uns zu geistiger Hygiene auf.
Unsere Umstände sind nicht nur Ergebnis dessen, was wir denken. Viel mehr noch sind sie Folgen unseres Denkens, Sprechens und Handelns gleichermaßen. Wenn man dieses Gesetz auf einen Nenner bringen möchte, so ist es der Glaube, der hier maßgeblich ist.
Wir denken, was wir glauben, wir sprechen, was wir glauben und wir handeln nach dem, was wir glauben.
Wenn wir also noch nicht den Erfolg haben, den wir uns wünschen, nicht die Gesundheit, die wir uns ersehnen, dann liegt es hauptsächlich daran, daß uns unser Glaube etwas anderes flüstert. Das äußert sich in der Art, wie wir mit uns selbst kommunizieren, in den Gedanken, die wir denken, in der Art wie wir mit anderen sprechen, in unserem Gesichtsausdruck und in unserer Körperhaltung. Kurzum in allem, was wir sind.
Wie verändern wir unseren Glauben?
Nun Ansatzpunkte finden wir immer dort, wo wir nach außen oder nach innen wirken und wo wir unser Verhalten verändern können.Beim Denken anzusetzen käme dem Versuch Don Quijotes gleich, gegen Windmühlen zu kämpfen. Das ist es, was viele Versuche unter Anwendung von Autosuggestion, Suggestion, Hypnose und Selbsthypnose allein, letztlich scheitern lässt.
Erfolg muss gelebt werden! Wenn ich erfolgreich sein will, dann muss ich leben, wie jemand der bereits erfolgreich ist.
Das bedeutet nun nicht, dass ich überall meine noch nicht vorweisbaren Erfolge ausposaune oder mit Geld um mich werfe, das ich noch gar nicht verdient habe. Nein! Ich muss im Stillen ansetzen, dort wo es kein Anderer hört. Das ist in meiner Selbstkommunikation. Also mit dem, wie ich mit mir selbst spreche und natürlich auch, wie ich mit anderen spreche.
Der Glaube wohnt in meiner Seele. In meinem innersten ICH. Manche sagen, im Unterbewußtsein. Für den richtigen Umgang mit Ihrer Seele, müssen Sie zuallererst erkennen, dass Ihr ICH, Ihre Seele, Ihr Unterbewußtsein keinerlei Negation verstehen kann. Das negativierende Wort -NICHT- , existiert für Ihre Seele nicht. Ihr Seele nimmt nur Bilder auf und setzt sie in die Realität um, wie ein Roboter.
Ein Beispiel:
Denken Sie jetzt nicht an einen rosaroten Elefanten mit einer goldenen Schleife um den Hals.
Na? Ertappt?
Ich sagte doch, sie sollen jetzt nicht an einen rosaroten Elefanten, mit einer goldenen Schleife um den Hals, denken.
Dieses Beispiel macht deutlich, dass der Begriff “nicht” in der menschlichen Seele einfach nicht existiert. Unser Verstand setzt Bilder um und kommuniziert so mit unserer Seele, mit unserem Unterbewußtsein.
Es entsteht also der Elefant mit rosarotem Outfit und der goldenen Schleife. Für den Begriff “Nichts” kann kein Bild entstehen.
Das selbe ist es mit allen anderen negierenden Begriffen, wie “kein”, “Keines”, “Keiner”, usw..
Kennen Sie den folgenden Ausspruch?
“Das was ich am meisten fürchtete,
ist über mich gekommen!”
Er bedeutet, dass das Bild des Betreffenden, das er seiner Seele übermittelt hat, realisiert wurde. Er dachte immer wieder daran. Sein Bild das er vor dem geistigen Auge sah, war zwar von Furcht und von einem Inneren Flehen begleitet, dass diese Situation nicht eintreten solle. Doch das Bild selbst, wurde realisiert.
Darum ist für die richtige Kommunikation mit Ihrem ICH wichtig, die Dinge stets so zu beschreiben, wie Sie sie haben wollen.
Ob Sie sich nun die Realisierung Ihrer Wünsche und Ziele selbst laut proklamieren bzw. bekräftigen oder ob Sie sie in einem Gebet formulieren, beschreiben Sie sie laut und positiv so dass sie ein Bild des Wunsches oder der gewünschten Situation beschreiben.
Auch Goethe schrieb über dieses Phänomen!
In seinem Werk, Dichtung und Wahrheit, Buch 9, lesen wir:
Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden. Was wir können und möchten, stellt sich unserer Einbildungskraft außer uns und in der Zukunft dar; wir fühlen eine Sehnsucht nach dem, was wir schon im Stillen besitzen. So verwandelt ein leidenschaftliches Vorausergreifen das wahrhaft Mögliche in ein erträumtes Wirkliche.
und in Polyhymnia, aus Hermann und Dorothea, steht:
Seid nicht scheu und verwundert, dass nun auf einmal erscheint,
Was Ihr so lange gewünscht. Es hat die Erscheinung fürwahr nicht
Jetzt die Gestalt des Wunsches, so wie Ihr ihn etwa gehegt.
Denn die Wünsche verhüllen uns selbst das Gewünschte; die Gaben
Kommen von oben herab, in ihren eignen Gestalten.
Widersprüche wirken gegen Ihre Ziele
Beim gedanklichen Modellieren Ihrer Wunschsituation müssen Widersprüche vermieden werden.
Ein Widerspruch wäre es, sich selbst mit einer schlanken, sportlichen Figur, den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen zu sehen.
Ein anderer Widerspruch wäre es, sich in einer Rolle als gefragte und erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeit vorzustellen und dabei in seiner Vorstellung bis mittags zu schlafen.
Widersprüche erfordern Entscheidungen, bevor man seine Wünsche formuliert!
…wer hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluß haben; wer aber nicht hat, von dem wird auch noch das genommen werden, was er hat.
“Alle Dinge beginnen in Ihrem Kopf!” Alle klaren Bilder die Sie in der geistigen Welt haben, fühlen, besitzen und leben, werden Ihnen auch in der Realität gegeben werden. Und sie werden Überfluß haben; wenn Sie dagegen unklare, widersprüchliche Bilder malen, dann wird auch noch das genommen werden, was sie in der realen Welt haben.
Es ist gedankliche Selbstkontrolle, die wir beharrlich üben müssen.
Wenn wir uns gut fühlen, dann gelingt uns das leichter. Erinnern Sie sich noch, als Sie zum letzten Mal glücklich verliebt waren? Hatten Sie in dieser Situation nicht auch manchmal das Gefühl, Ihnen würde einfach alles gelingen?
Je schwieriger die Situation, in der sich ein Mensch befindet, umso schwerer scheint es, die permanente Flut, sich einander widersprechender Gedankenbilder bändigen zu können.
In schwierigen Situationen
helfen kleine Teil-Ziele
Wer in einer “engen Lage” lebt, wie zum Beispiel jemand, der arbeitslos ist, auf Hartz IV Zuwendungen angewiesen ist oder Sozialhilfe beziehen muss, sollte sich darum viele kleine Ziele setzen und diese nach und nach realisieren.
Zum Beispiel:
“Ich strebe an, in diesem Schrank jetzt vollkommene Ordnung und Übersicht herzustellen”
oder
“Ich strebe an, in diesem Zimmer jetzt vollkommene Ordnung und Sauberkeit herzustellen”
“Ich strebe an, die Ordnung, die ich in diesem Zimmer hergestellt habe, auch in jenem Zimmer herzustellen. Ich strebe an, bis ….. Ordnung und Sauberkeit in der ganzen Wohnung herzustellen”.
klare Gedanken-Bilder malen
Bei der Formulierung von Glaubenssätzen sollte man darauf achten, dass sie positive Bilder produzieren.
Also könnte er anfangs zum Beispiel bekräftigen: “Ich strebe an, mein Einkommen selbst zu erwirtschaften!” oder “Ich strebe an, von meiner eigenen Arbeit zu leben!”
Wenn solche Sätze beständig laut formuliert werden, dann erzeugen Sie positive Bilder, die nach und nach mehr Gestalt gewinnen.
Die Einleitung: “Ich strebe an,..” vermeidet die Entstehung eines Widerspruchs zur Realität.
Wer damit begonnen hat, könnte zum Beispiel eine Idee oder eine Anregung, die ihm in den Sinn kommt, mit in die Formulierung einbeziehen.
Zum Beispiel kann die Affirmation dann ergänzt werden:
“Ich strebe an, mein Einkommen selbst zu erwirtschaften. Dazu strebe ich an, jeden Tag einen neuen Geschäftskontakt zu knüpfen…
Formulierungen wie: “Ich schaffe jetzt den Absprung von Hartz IV” oder “ich strebe an, nicht mehr arbeitslos zu sein”, würden nur Bilder der momentanen Situation als Ziel fixieren.
Lesen Sie morgen, – Formulierungen umsetzen -

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Hallo Alfred,
eine sehr gute Ansätze… werde des öfteren mal vorbei schauen
“Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füssen,
sondern mit dem Herzen!”
Gruss Ulrich