Devisenhandel – Trends – Katastrophen

Die Naturkatastrophe in Japan und ihre Auswirkungen an den Devisenmärkten

Am 11.März 2011, gegen 06:46 MEZ, geschah in Japan ein schweres Erdbeben mit verheerenden Folgen.

Als die Nachrichten über dieses Ereignis, Europa erreicht hatten, schlug der Kurs für das Währungspaar EUR/JPY um etwa 180 PIPs entgegen der Trendrichtung aus.

Die Devisenbörse schloss wie jeden Freitag, gegen 22:00 h.

Am Sonntag, den 13. März gegen 22:00 h mitteleuropäischer Zeit öffnete die Devisenbörse und bis 01:00 h MEZ waren die Kursverluste vom Freitag weitgehend ausgeglichen.

Erst im Laufe des Montags, dem 14.03.2011 setzte eine massive Kursabweichung, entgegen dem bis dahin geltenden Trend ein.

Der Kurs des EUR/JPY lief vom 14.03.2011 bis 16.03.2011, 21:00 h, insgesamt 830 PIPs in Short Richtung. Ab 22:00 h des selben Tages kehrte er dann wieder in Long Richtung und erreichte am 18. März bis 4:00 h MEZ, einen Stand von 35 Pips über dem Kurswert vor dem Beben. Gleichzeitig haben sich die Kurswerte zu diesem Zeitpunkt wieder voll in die Trendlinie integriert, die vor dem Erdbeben galt.

Japan Chart
Kursbewegungen im Zeitraum der Naturkatastrophe in Japan, 11.03. – 18.03.2011

Dieses Beispiel verdeutlicht, dass Trends in der Weltwirtschaft, stärker wirken, als solche einschneidenden Ereignisse.

Ein Trader, der (mit genügend Spielraum) am 10. März 2011 eine Longposition in EUR/JPY eröffnet hat, hätte seine Position am 18.03.2011 bis 4:00 h mit 20, 25, 30 oder 35 Pips Gewinn schließen können. Je nachdem, welchen Take Profit Wert er eingestellt hätte. Gerade so, als wäre nie etwas passiert.

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1 Kommentar zu „Devisenhandel – Trends – Katastrophen“

  • Mark:

    Toller Artikel und gut erläutert. Schon extrem die Ausschläge, wenn eine solche Katastrophe passiert.

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